Punta del Diablo

Das kleine Fischerdorf Punta del Diablo gilt als Geheimtipp unter den Touristen. Übersetzt bedeutet es soviel wie „Spitze des Teufels“. Mit dem Bus braucht man fünf Stunden von Montevideo und zwei von Punta del Este aus, um an diesen idyllischen Ort zu gelangen. Die Fahrt geht vorbei an grünen Wiesen, Feldern und Kuhherden.
Die ersten Siedler kamen um 1940 hierher und lebten lange Zeit vorwiegend relativ isoliert vom Fischfang.
Kleine Häuser mit ihren dicken Schilfdächern liegen verstreut über die ganze Bucht, umgeben von malerischen Dünen. Man fühlt sich an die Nordsee oder Ostseeküste versetzt, nur dass es hier wärmer ist. Der Charme des Dorfes liegt in seiner Gemütlichkeit, der Ruhe und dem Frieden, den es ausstrahlt.

Fischerboote liegen am Strand, Surfer versuchen sich im Wellenreiten, das Meeresrauschen hat eine beruhigende Wirkung und Sonne und Wind streicheln die Seele.
Der schöne, mit Felsen durchsetzte Strand, eignet sich hervorragend zum Faulenzen, Sonnenbaden oder für lange Spaziergänge.
Unterkünfte sind in verschiedenen Kategorien vorhanden, rund um den Dorfkern sind fast alle Häuser zu mieten. Die Menschen sind sehr gastfreundlich und machen auch mal das Unmögliche möglich.

Punta del Diablo hat zwei Gesichter. Das eine ist das ruhige, verträumte – ideal für alle, die die Abgeschiedenheit jenseits der großen Strände suchen, vom Bett aus das Meer sehen wollen und sich auch mit weniger Luxus zufrieden geben.
Das andere Gesicht zeigt sich in den Monaten Januar und Februar. Dann ist Hochsaison in Punta del Diablo und es scheint, als wolle der Ort aus allen Nähten platzen, die Ferienunterkünfte sind allesamt ausgebucht und es ist Party angesagt. Auch ideal – für jeden, der gern am Strand feiert, die Nacht zum Tag macht und trotzdem ein bisschen der ursprünglichen Natur genießen möchte.

Von Punta del Diablo ist es nicht weit bis zum Naturpark Santa Teresa. Das etwa 3.000 Hektar große Areal beherbergt mehr als 2 Millionen Bäume und über 60 Kilometer Wanderwege. Felsige Strände, sandige Dünen und Pinienwälder umgeben den Badeort.
Von den Zeiten, als sich die Portugiesen und Spanier wechselseitig das Zepter aus der Hand nahmen, zeugt die Festung Santa Teresa, die sich im Zentrum des Parks befindet. Sie wurde 1762 gebaut und war faktisch immer umkämpft. Heute ist sie neben der fantastischen Landschaft und anderen historischen Bauten ein Besuchermagnet. Außer weiterhin noch einem Kleintierzoo ist im Park auch genügend Platz zum Zelten vorhanden, was ihn für Rucksacktouristen ebenfalls interessant macht.

 
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