Punta del Este

Der extravagante Ferienort in Uruguay wird jährlich in der Saison von vielen Touristen besucht.
Am Strand dominieren die großen Hoteltürme und Feriendomizile, die Villen liegen hinter der Küstenstraße in einer Parklandschaft.

Punta – wie es in einschlägigen Kreisen kurz genannt wird – genießt den Ruf, sehr sicher zu sein. Stars und Sternchen, die sich anderswo nicht ohne ihre Bodyguards aus dem Haus wagen, genießen hier den Luxus des „einfachen“ Lebens. Wobei mit einfach nicht mittellos gemeint ist. Über Geld spricht man in Punta nicht. Man hat es – und schweigt.
Hier erholt sich vornehmlich die südamerikanische Oberschicht. Einheimische trifft man an den Stränden eher selten, die meisten Besucher sind Argentinier, kommen aus den Vereinigten Staaten oder Europa.
Die Lage von Punta del Este auf einer Halbinsel, umspült auf der einen Seite vom Rio del la Plata und auf der anderen vom Atlantik, tut ein Übriges, sie zu etwas Besonderem zu machen.

In Punta del Este findet man so ziemlich alles, was man sich wünschen kann. Ruhige oder wellenreiche Strände, vielbesuchte Strandabschnitte mit einem großen Unterhaltungsangebot oder auch einsame, fast noch unberührte. Und Kilometer um Kilometer bester Sand. Fischen, Wasserski, Wellenreiten, Kite- Surfen und Segeln sind die beliebtesten Freizeitangebote.
In der Stadt reiht sich ein Geschäft ans andere, Mode, Schmuck, Uhren, Postkarten, Souvenirs, Läden mit Sport- und Strandausrüstungen. Dazwischen immer wieder exklusive Restaurants, Cafés und Bars.
Wer ein lebhaftes Nachtleben sucht, ist in Punta richtig. Diskotheken, Bars und Kneipen schließen nicht vor Sonnenaufgang, ebenso wenig wie die drei großen Casinos der Stadt.
Beliebt unter den Touristen sind die Ausflüge, die von Punta del Este aus gestartet werden. Nach José Ignacio beispielsweise, einem kleinen Ort etwa 40 Kilometer entfernt. Von seinem Leuchtturm aus hat man einen schönen Blick über die Landschaft bis nach Punta hinüber. Hier hat sich ein kulinarisches Zentrum Uruguays mit einigen der besten Restaurants des Landes etabliert. Zwischen den Fischerhütten haben sich die Reichen und Schönen ihre Villen bauen lassen und verbringen ihre Sommer in dieser idyllischen Gegend.

Nicht weit entfernt vom Ort ist die gleichnamige Süßwasserlagune, die sehr flach und frischreich ist.
Die Halbinsel Cabo Polonio wurde zum Nationalpark erklärt. Wunderschöne Strände, die von Seehunden und anderen Robbenarten bevölkert werden und eine einzigartige Landschaft machen sie zu einem Kleinod der Region.
Die größten Wanderdünen Südamerikas sind hier zu Hause. Bis zu 50 Metern türmt sich der Sand auf. Der gleichnamige Ort ist unbedingt eine Reise wert, auch wenn keine direkte Straße zu ihm führt. Man läuft einfach über die Dünen, lässt sich von einem Fahrzeug transportieren oder mietet sich ein Pferd.
Mehr als 200.000 Seehunde, Seelöwen und See- Elefanten haben ihre Heimat auf der Isla de Losbos, der Seelöweninsel, in neun Kilometer Entfernung von Punta del Este. Kaum irgendwo sonst findet man so viele ihrer Art an einem einzigen Fleck. Das felsige Eiland darf aus Naturschutzgründen nicht betreten werden, man kommt aber mit dem Schiff nahe genug an die Tiere heran, um ein paar schöne Fotos schießen zu können.

Die Fahrt bis zur Insel ist wegen der rauen See nicht unbedingt etwas für Menschen mit empfindlichem Magen, durchhalten lohnt aber auf alle Fälle.
Die ebenfalls vorgelagerte Insel Goritti wird vorwiegend für Wassersportaktivitäten genutzt und ist unter anderem auch wegen ihrer zwei wunderschönen Strände ein beliebtes Ausflugsziel.
Ein Besuch in Punta del Este lohnt übrigens auch außerhalb der Saison. Dann herrscht weniger Trubel und die Preise sind um einiges niedriger.
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