Reiseziel Uruguay

Geheimtipp Uruguay Der Himmel ist wie in Flammen getaucht und die Gauchos reiten dem Sonnenuntergang entgegen. Zugegeben, das klingt etwas dick aufgetragen, aber es gibt sie tatsächlich, die fantastischen Sonnenauf- und Untergänge in Uruguay,

bei denen der Himmel die verschiedensten Schattierungen annimmt, von blutrot bis leuchtend gelb. Und auch die Gauchos, die Viehzüchter des Landes, sind keine Erfindung.

Das südamerikanische Land mit einer Einwohnerzahl, die gerade mal die Dreimillionengrenze überschreitet, liegt ein bisschen eingeklemmt zwischen Atlantik und dem Uruguay- Strom, zwischen Argentinien und Brasilien. Der größte Teil seines Territoriums wird landwirtschaftlich genutzt, als Weideflächen. Viel Platz also für die rund 12 Millionen Rinder und 25 Millionen Schafe. Uruguay ist eines der Länder, die sich noch einer natürlichen Tierhaltung rühmen können. Keine Massentierhaltung wie in Europa, kein Zufüttern – die Tiere wachsen natürlich heran, mit viel Auslauf und frischem Futter.

Die Bedingungen hierfür sind geradezu ideal. Das Land ist weitestgehend flach oder sanft hügelig. Nur etwa zehn Prozent der des Territoriums liegt höher als 200 Meter. Typisch für die Ebenen ist das hohe Präriegras, das vom Ausläufer der Argentinischen Pampa herrührt, die sich bis weit nach Uruguay hinein erstreckt.
Und es gibt sie natürlich immer noch, die Gaucho- Romantik, ein Stück Freiheit und Ungezwungenheit, den Hauch von Exotik und Fremde. Wer bei den Gauchos weilt, kann damit rechnen, einige Kilometer auf dem Rücken eines Pferdes zurückzulegen. Dafür erwarten ihn auch einmalige Erlebnisse in einer einzigartigen Landschaft. Allein 440 Arten von Vögeln gibt es hier und nicht selten kann man in der Pampa 50 von ihnen an einem Tag beobachten.
Wem Rinder und Schafe nicht so zusagen, der kann es in Uruguay mit Angeln versuchen. Die angeblich besten Fischgründe befinden sich am Rio de Plato von Pinapolis bis Punta. Boote und Ausrüstungen sind überall erhältlich.

Badeurlauber locken die Strände am Atlantik. Der exklusivste von ihnen befindet sich in Punta del Este, dem Mekka der Reichen und Schönen in Uruguay. Immerhin 660 Kilometer Küste hat das Land zur Auswahl, viele von ihnen noch unentdeckt vom Massentourismus. Reichlich Sonnenschein gibt es dazu – ein Paradies für Badefreudige und Sonnenanbeter. Wassersport inklusive. Auch außerhalb des Zentrums für alle Bootsfreunde in Santioago Vezquez können Motor- und Segelboote angemietet werden.
Bei Salto sprudelt das Wasser heiß aus der Erde. Der Besuch dieser Thermalquellen nebst den dazu gehörigen Bädern ist unbedingt zu empfehlen. Entspannung und Wohlfühlen ist hier garantiert. Wellness auf Naturbasis sozusagen.

Uruguay hat aber noch mehr zu bieten. Historische Plätze und Gebäude beispielsweise wie die alten Kolonialbauten, die man überall antrifft. Erinnerungen an eine Zeit, als die Spanier und Portugiesen sich das Land eroberten. Die Altstadt von Colonia Suiza, der Schweizer Kolonie, ist in diesem Zusammenhang genauso sehenswert wie Salto, eine der schönsten Städte des Landes oder in Punta Bella das achtstöckige Haus, das direkt an den Klippen der Stadt errichtet wurde und bei dem kaum Flächen oder Linien zu erkennen sind.

In Montevideo, der Hauptstadt Uruguays, sorgen zahlreiche Museen und Ausstellungen dafür, dass die Stadt nicht nur für Touristen, sondern auch für Bildungsreisende interessant ist.
Wer es gern etwas romantischer hätte, sollte das malerische Fischerdorf Punta del Diablo besuchen.

Die Menschen sind freundlich in Uruguay, genau wie das Wetter. Die Sommer sind angenehm warm, die Wintermonate mild und im Frühling erstrahlt die Natur im Glanz einer einzigartigen Farbenpracht. Beste Reisezeit sind die Monate Dezember bis März, wenn es auf der Südhalbkugel Sommer ist, sich in Deutschland aber die grauen Tage häufen.
Für das leibliche Wohl wird in den Grillrestaurants gesorgt. Für Vegetarier eher ein Albtraum, lassen sie das Herz jedes Fleischliebhabers höher schlagen. Gegrilltes Rindfleisch in allen Varianten ist das Nationalgericht des Landes. Aber auch Schweinefleisch oder Geflügel wird angeboten. Die Küche Uruguays hat deutliche spanische und italienische Einflüsse.
Die einheimischen Weine sind meist gut, das Bier ist ausgezeichnet.

Von Europa aus reist man am besten mit dem Flugzeug an. Der internationale Flughafen Aeropuerto Carasso wird von allen bedeutenden internationalen Fluglinien angeflogen und befindet sich nur etwa 15 Kilometer von Montevideo entfernt, mit dem Taxi oder dem Bus nur etwas mehr als eine halbe Stunde Fahrt bis zur Metropole des Landes. Mietwagen können ebenfalls genutzt werden.
Die internationalen Linien fliegen außerdem auch Punta del Este an.

Ein Visum wird bei der Einreise nicht benötigt, wenn man als Tourist oder Geschäftsmann unterwegs ist und nicht länger als drei Monate im Lande bleiben möchte. Dafür wird ein Reisepass verlangt, der bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein muss. Der deutsche Kinderausweis wird ebenfalls akzeptiert. Für die Einreise muss ein gültiges Weiter- oder Rückreiseticket vorliegen. Man bekommt einen Einreisezettel ausgehändigt, den man bei Ausreise wieder vorlegen muss. Es empfiehlt sich, ihn nicht zu verlieren, da sich die Wiederbeschaffung sehr zeitaufwendig gestalten kann.
Wer sein Haustier bei der Reise dabei haben möchte, muss einen Gesundheitspass für das Tier vorlegen und nachweisen, dass es gegen Tollwut geimpft worden ist. Das Mitbringen von Vögeln ist verboten.
In Uruguay zahlt man mit Peso. US-Dollar und Euro können problemlos in den Banken und Wechselstuben oder auch in den Hotels getauscht werden. Es lohnt aber, die Kurse zu vergleichen. Die Kreditkarten der größten internationalen Anbieter wie Visa oder American Express werden in einigen Hotels, Restaurants und Geschäften akzeptiert.
Aus gesundheitlicher Sicht sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen notwendig. Die Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene sollten auf dem neuesten Stand sein. Bei einem längeren Aufenthalt ist es ratsam, sich vorher noch einmal eingehend zu informieren. Eine Beratung beim Tropenarzt kann in jedem Fall nicht schaden. Der Abschluss einer internationalen Krankenversicherung wird empfohlen.
Die ärztliche Versorgung ist in Montevideo gut. Es gibt Krankenhäuser und auch deutschsprachige Ärzte.

Unterkünfte gibt es in Uruguay vom Campingplatz über die Jugendherberge bis hin zu Hotels der gehobenen Kategorien. Wer als Rucksacktourist mit dem Zelt unterwegs ist, sollte beachten, dass Camping nur auf den Zeltplätzen möglich ist. Will man sein Zelt an einem anderen Ort aufschlagen, ist eine polizeiliche Genehmigung erforderlich.
Die Uhren muss man übrigens gegenüber der MEZ um vier Stunden zurück stellen. Im Sommer sogar fünf, da es in Uruguay keine Unterscheidung zwischen Sommer- und Winterzeit gibt.
Landessprache in Uruguay ist spanisch, allerdings mit einem besonderen Akzent, der es weicher und ruhiger klingen lässt als in Spanien.

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